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Tag gegen Gewalt an Frauen Nein zu Gewalt an Frauen – für Frauensolidarität 25. November 1960... Im Norden der Dominikanischen Republik werden in einer Schlucht drei Frauenleichname gefunden. Die drei Schwestern Patria, Minerva und Ma-ria Teresa Mirabel, die sich für Freiheit und Unabhängig-keit einsetzten, wurden von der Diktatur des Generals Trujillo ermordet. Der Vorfall ging als Tag der Schande in die Geschichte der Menschheit ein. Von Frauenorga-nisationen, die für die Freiheit und Gleichheit von Frauen kämpfen, wurde der 25. November zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen ausgerufen. 25. November 2007... Es wäre das größte Glück für uns, wenn wir hier und heute erklären könnten: Die Massaker an Frauen haben ein Ende gefunden. Es gibt keine Ge-schlechtsverstümmelung mehr. Frauen werden nicht mehr vergewaltigt. Ihre Körper werden nicht mehr in Kriegen erobert. Frauen werden nicht mehr vertrieben. Es herrscht Chancengleichheit im sozialen Leben. Aber leider können wir das nicht sagen. Das Gegenteil ist der Fall. Als Frauen aus dem Mittleren Osten, aus Asien, Latein-amerika, Afrika und Europa würden wir heute gerne verkünden: Frauen sind endlich frei. Es gibt keinen Se-xismus und keine sexuelle Ausbeutung mehr. Aber die Realität ist eine andere... Gewalt gegen Frauen
ist nach wie vor ein Problem, das weltweit in allen Gesellschaftsschichten
existiert und durch die bestehenden gesellschaftlichen Strukturen ge-festigt
wird. Gewalt gegen Frauen äußert sich nicht aus-schließlich
durch direkte physische Gewalt. Sie bedeutet auch: Als Frauen sind wir gegen Verarmung und Kriege auf dieser Welt. Die Herrschenden verschleiern die bittere Realität mit süßen Lügen. Der Irak sollte doch befreit werden. Ist die Befreiung der Grund dafür, dass Frauen im Irak von imperialistischen Soldaten, Fundamentalis-ten und Vertretern des Marionettenstaates oder auf-grund der patriarchal-traditionellen Gesellschaftsstruktur ermordet? War nicht ein Grund für die Besatzung Af-ghanistans die Befreiung von Frauen? Was hat sich seitdem geändert? In Palästina werden Häuser über den Köpfen von Frauen und Kindern eingerissen. In Kurdis-tan sind Frauen Gewalt von allen Seiten ausgesetzt. Sie werden als Kurdinnen verfolgt, weil sie sich für ihre demokratischen Rechte einsetzen, und sie werden “im Namen der Ehre” von ihren Familien unter Druck gesetzt und ermordet, weil sie sich den Traditionen widersetzen. Dieser Tod ist manchmal physisch und manchmal psychisch, aber dahinter steht immer das männliche Herrschaftssystem. Krieg und Besatzung festigen bestehende Gewaltverhältnisse und erhöhen das gesellschaftliche Gewaltpotential. Frauen werden in Kriegen ermordet, vergewaltigt, Hunger und Krankheiten ausgesetzt und müssen mit ansehen, wie ihre Liebsten getötet werden. Wir wollen eure schmutzigen Kriege nicht! Weltweit leisten Frauen Widerstand gegen Krieg. Wir wissen nicht, wie viele Frauen gerade vergewaltigt werden. Wir wissen auch nicht, wieviele geschlagen werden, wieviele Selbstmord begehen, wieviele beschnitten werden, wieviele zwangsverheiratet, wieviele auf der Flucht sind, wieviele erniedrigt, benutzt, missbraucht werden... Aber wir wissen, warum wir zum 25. November auf der Straße sind. Wir sind hier, weil wir gegen Gewalt stehen. Wir sind hier, weil wir ein freies Leben für alle Frauen, für alle Menschen auf dieser Welt wollen, weil wir dies nur gemeinsam können, denn Solidarität macht stark.
Schluss mit allen
Kriegen! Komela Jinen Azad
e.V., ver.di-Frauennetzwerk FB 6/7, ATIK neue Frau, LISA, Die Linke Altona,
AGIF ViSdP: Verein freier
Frauen aus Mesopotamien, Friedensallee 44, Hamburg
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