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Kurdische Demokratische Volksunion An die Freunde des kurdischen Volkes, verehrte Patrioten, Anläßlich des Weltfriedenstages möchten wir euch recht herzlich begrüßen! Der heutige Weltfriedenstag ist ein weiterer Schritt für die Anerkennung unserer nationalen und politische Identität. Nicht nur in Köln, sondern überall auf der Welt haben sich die Kurden erhoben. Deshalb senden wir an das kurdische Volk unsere herzlichsten Grüße. Vor allem aber senden wir unsere Grüße an unseren Vorsitzenden Abdullah Öcalan, der uns diesen Tag erst ermöglicht hat! Trotz des einseitig andauernden Waffenstillstandes vom 1. September 1998 und den Friedensbemühungen der PKK, ist die türkische Regierung und die internationale Staatengemeinschaft eine Antwort schuldig geblieben. Um diese Friedensbemühungen zu sabotieren und einen erbarmungslosen Krieg herbei zu führen, wurde Abdullah Öcalan als der Initiator dieser Friedenspolitik infolge eines internationalen Komplotts entführt und an die Türkei ausgeliefert. Immer wieder sahen wir uns im Verlauf unserer dreijährigen intensiven Friedensbemühungen mit einer Fortführung des Krieges und den Auswirkungen des Komplotts konfrontiert. Jedoch sind wir entschlossen, mit größter Aufopferung und Hoffnung unsere Friedensbemühungen fortzusetzen. Uns ist bewusst, dass es nicht leicht sein wird und große Opfer erfordert, einen auf Gleichheit, Gerechtigkeit, Völkerfreundschaft und Freiheit beruhenden Frieden zu schaffen. Wir sind bereit diese Opfer zu erbringen, damit auch das kurdische Volk mit seiner nationalen und politischen Identität in Freiheit und Brüderlichkeit mit den anderen Völkern der Erde leben kann. Wir sind bereit, den Preis für die Beendigung der Identitätslosigkeit, der Verleugnung und Verbote zu bezahlen, um zu gewährleisten, dass die Völkergemeinschaft an dem Kulturreichtum des kurdischen Volkes teilhaben kann. Liebe Freunde, die in Europa lebenden Kurden sehen sich einer Politik der Doppelmoral, Diskriminierung und Unterdrückung, sowie Verboten und unrechtmäßigen Verhaftungen gegenüber. Die politische und nationale Identität der gezwungenermaßen in Europa lebenden Kurden wird nicht anerkannt. Die PKK, die den Kurden erst wieder eine Identität gegeben hat und von großen Teilen der kurdischen Bevölkerung unterstützt wird, ist in Deutschland und Großbritannien ohne eine glaubhafte Begründung verboten. Deutschlands Behandlung der Kurden ist äußerst anti-demokratisch und diskriminierend. Das PKK Verbot diskriminiert nicht nur die Kurden, sondern verhindert auch die Lösung der kurdischen Frage. Ein Großteil des kurdischen Volkes handelt im Sinne der Perspektiven der PKK. Die Kampagne für die Anerkennung der kurdischen Identität und die Reaktionen darauf zeigen diese Realität eindeutig auf. Jedoch kann diese weder dauerhaft negiert, unterdrückt und verleugnet, noch eine scheinbare Alternative aufgezeigt werden. Alles andere würde einer Beleidigung des kurdischen Volkes und einer Einmischung in seine innere Angelegenheiten gleichkommen. Nicht die Aussichtslosigkeit der Lösung, sondern die Möglichkeit einer Lösung und eines Friedens sollten unterstützt werden. Eine Aufhebung des PKK-Verbots und die Anerkennung der PKK als legitime Vertreterin des kurdischen Volkes ist dringend geboten. Die nationale und politische Identität der Kurden muss anerkannt werden. An die Öffentlichkeit Der Prozess unseres Vorsitzenden Abdullah Öcalan vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte dauert an. Die gesamte Aufmerksamkeit unseres Volkes ist darauf gerichtet. Dieser Prozess ist der eines ganzen Volkes. Die hundert Jahre andauernde Politik der Verleugnung als menschenverachtende historische Ungerechtigkeit und ihre Verantwortlichen müssen demaskiert werden. Der Gerechtigkeit muss Genüge getan werden. Wir erwarten, dass die Absicht und die Folgen des Komplotts thematisiert werden. Es muss gesehen werden, dass gegenüber den Kurden internationales Recht nicht zur Anwendung kommt. Die Kurden sehen sich mit großem Unrecht konfrontiert. Zur Behebung dieses Unrechtes müssen unverzüglich Schritte eingeleitet werden. Das dem kurdischen Volk aufgezwungene Leben ist eine Verletzung der demokratischen Prinzipien, der Menschen- und Freiheitsrechte. Es gibt keine Legitimation dafür, das unserem Volk ein Leben jenseits der Freiheit aufgezwungen wurde. Das in der Person Abdullah Öcalans gegen unsere Befreiungsbewegung gerichtete Komplott ist eine Fortsetzung dieser Ungerechtigkeit. Eine weitere Fortführung dieser unrechtmäßigen Politik ist für niemanden von Nutzen. Daher rufen wir die herrschenden Staaten, die internationale Gemeinschaft und die demokratischen Kräfte dazu auf, im Sinne einer demokratischen Lösung der kurdischen Frage Stellung zu beziehen und zu handeln. Gebührend dem Weltfriedenstag müssen die Friedensbemühungen des kurdischen Volkes endlich beantwortet werden. An das patriotische Volk Die für die Anerkennung der nationalen und politischen Identität des kurdischen Volkes begonnene Friedensoffensive muss auf alle Bereiche des Lebens ausgeweitet werden. Deshalb müssen alle Anstrengung zur Mobilisierung unternommen werden, um die demokratischen Aktivitäten zu fördern. Freiheit für Abdullah Öcalan und Frieden für Kurdistan können nur durch unsere Bemühungen und unsere Arbeit geschaffen werden. Gegen Ungerechtigkeit und Rechtlosigkeit können wir nur im Geiste des zivilen Ungehorsams handeln. Alles was der Freiheit entgegensteht muss mit Aufstand beantwortet werden. In jedem Moment unseres Lebens mit dem Architekten dieser Politik, mit Abdullah Öcalan, vereint, werden wir unseren Platz in der in der Völkergemeinschaft einnehmen. Indem wir in diesem Sinne unsere Kraft und Fertigkeiten einsetzen, müssen wir den vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte andauernden Prozess zu einem Höhepunkt des politischen Aufstandes machen. Warten und Nachlässigkeit bedeuten Niederlage. Ein Volk, dass sich im Geiste des Aufruhrs dem Sieg verschrieben hat, wird in jedem Fall sein Ziel erreichen. Das Handeln des Vorsitzenden Abdullah Öcalans hat sich immer am Sieg und Erfolg orientiert. Es ist an der Zeit zu beweisen, dass wir seiner würdig sind. Lasst uns im Geiste der zweiten Friedensoffensive, mit unseren Gedanken und unseren Taten den Volksaufstand entwickeln. Mit der Guerilla sind wir auferstanden, mit dem Volksaufstand werden wir den Sieg erringen. 1. September 2001 YDK-Europarat |